Dressurwettbewerbe (engl. Dressage) gehören zu den olympischen Reitsportdisziplinen. Dabei wird der Ausbildungsstand von Pferd und Reiter durch die Ausführung eines festgelegten Übungsprogramms im Reitviereck präsentiert.
Worum geht es bei der Dressur?
Dressur ist die „Gymnastik des Pferdes“ – bewertet werden Harmonie, Präzision und Leichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter. Das Pferd soll sich frei, rhythmisch und mit Engagement der Hinterhand bewegen, während der Reiter es mit fast unsichtbaren Hilfen führen soll.
Ablauf des Turniers
Das Turnier findet im Reitviereck statt:
20 × 40 m (niedrigere Klassen)
20 × 60 m (höhere Klassen)
Im Reitviereck sind Buchstaben (A, K, E, H, C usw.) angeordnet, die die Stellen markieren, an denen die einzelnen Elemente ausgeführt werden.
Jedes Paar führt das in den Regeln festgelegte Programm (Durchgang) aus – immer in derselben Reihenfolge.
Was bewerten die Richter?
Jede Übung wird auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet, wobei:
0 – nicht ausgeführt
10 – perfekt ausgeführt
Die Richter berücksichtigen unter anderem:
Rhythmus und Gleichmäßigkeit der Gangarten (Schritt, Trab, Galopp),
Entspannung und Kontakt des Pferdes mit dem Gebiss,
den Schwung und den Einsatz der Hinterhand,
die Geradlinigkeit und die Versammlung,
die Präzision bei der Ausführung der Figuren und Übergänge,
die Haltung und die Wirksamkeit des Reiters.
In den höheren Klassen werden zusätzlich die Gangarten des Pferdes sowie der allgemeine künstlerische Eindruck bewertet (insbesondere in den Kürprogrammen).