Über anderthalb Jahrhunderte lang war Stralsund eines der wichtigsten Zentren der Spielkartenherstellung in Deutschland. Die Geschichte der örtlichen Manufaktur begann nicht mit einer großen Fabrik, sondern mit einer kleinen Werkstatt.
Im Oktober 1765 erhielt Johann Caspar Kern vom schwedischen Statthalter von Westpommern die Erlaubnis, Spielkarten für den lokalen Markt herzustellen. Im Laufe der Zeit entstanden in Stralsund weitere Manufakturen, und 1872 schlossen sich drei Hersteller zusammen und gründeten die Vereinigte Stralsunder Spielkartenfabriken AG.
Beim zweiten Treffen mit Dariusz Machałek – einem Sammler und Liebhaber von Spielkarten – lernen wir die Geschichte des Unternehmens kennen, das sich dank Expansion und der Übernahme von Konkurrenten zu einem Giganten der deutschen Spielkartenindustrie entwickelte. Im Jahr 1930 war das Unternehmen Marktführer in der Herstellung und im Verkauf von Spielkarten in Deutschland.
Die Geschichte über die Entstehung, Entwicklung und das Ende der Fabrik wird durch Folien und Originalkarten aus der Sammlung des Referenten veranschaulicht, darunter auch Karten, die eben in Stralsund hergestellt wurden.