Eine metaphysische Abhandlung über Kunst und Sterben, eine bildlich raffinierte und mit zahlreichen kulturellen Anspielungen gespickte Geschichte über Liebe und Tod; eine Verfilmung des früheren Romans „Metaphysik“ von Lech Majewski. Die Protagonisten sind Luis, ein Schiffsingenieur und Einzelgänger, der in einer Welt lebt, die von den Gesetzen der Symmetrie und Arithmetik bestimmt wird, und die todkranke Bea, eine in London geborene Italienerin, die von den Gemälden Hieronymus’ Boschs, der mittelalterlichen Alchemie und der Sprache der Symbole fasziniert ist. Der Zufall entscheidet über ihr weiteres Leben, ihre gegenseitige Faszination, ihre Erfüllung und ihre erschütternde Einsamkeit. Es ist die Geschichte einer Beziehung zwischen zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, die Wahrheit über ihr Leben zu finden und auszudrücken, indem sie aus der allgegenwärtigen Kunst schöpfen, die sich als eine Art Zuflucht und Hoffnung erweist. Die wiederholten Versuche, die im Dickicht der Abstraktion verborgenen Bedeutungen zu entschlüsseln, bringen die Protagonisten dem Geheimnis näher, das in dem Gemälde von Hieronymus Bosch verborgen ist. Es ist die Geschichte zweier Menschen, die in einem „Kokon des Todes“ leben und mit heftigen Bewegungen versuchen, dessen Wände zu zerreißen. Die Wahrheit dieses Films liegt im Blick der digitalen Kamera – sie ist die Protagonistin von „Der Garten der irdischen Freuden“ und wird so zu einem Argument gegen die Verzweiflung. Das Bestreben, das Leben zu retten und zu bewahren, manifestiert sich in der Kunst, in der Wissenschaft, in der esoterischen Philosophie sowie in allen Handlungen, die die Protagonisten unternehmen.
Lech Majewski
Maler, Film- und Theaterregisseur, Videokünstler, Drehbuchautor, Produzent, Dichter und Prosaautor. Der aus Katowice stammende Künstler hat eine eigene künstlerische Ausdruckssprache geschaffen, in der das Universum der Mythen stets präsent ist.